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Wissen

Wissen2021-11-18T17:14:29+01:00

„Wissen“ ist das A und O im Leben, deshalb findet diese Rubrik ab sofort ihren Platz auf unserer Webseite. Warum sollte man beim Thema Versiegelung von Flächen auch an die Gesundheit denken? Welche Probleme ergeben sich für die Insektenvielfalt? Welche Alternativen gibt es?

Nur eine kleine Auswahl an Fragen, auf die in dieser Rubrik Antworten gegeben werden. Nicht durch uns, sondern durch fundierte Zitate von Fachleuten und Wissenschaftlern, die der Einstieg in ausführlichere Berichte, Gutachten und Erklärungen sind.

Anteil der Einpersonenhaushalte2021-11-18T17:08:31+01:00

Über die Hälfte aller Hamburger Haushalte (54 Prozent) bestehen nur aus einer Person.

Quelle: https://fink.hamburg/2017/06/jeder-zweite-hamburger-wohnt-alleine/

Artenvielfalt (Schwerpunkt Insekten)2021-10-28T22:43:59+02:00

Bei der Biodiversität geht es um die Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten. Dies beinhaltet auch die biologische Vielfalt von Lebensräumen, wie Wäldern, Wiesen usw., unter dem Begriff Ökosysteme bekannt. Innerhalb der Tierarten geht es auch um die genetische Vielfalt. Alle drei Themen zusammen: Arten, Gene und Ökosysteme ergeben zusammen die biologische Vielfalt, kurz Biodiversität.

Beeindruckende Funktionen der Böden2021-11-19T12:12:26+01:00

Betrachtet man das Leben auf Erden, denken wir meist an das Meer, die Lüfte und das Land. Die zahlreichen Lebewesen unter unseren Füßen vergessen wir häufig. Dabei haben sie eine überaus große Bedeutung für unser Leben und unsere Natur. Auf einem Quadratmeter Boden mit einer Tiefe von dreißig Zentimetern befinden sich rund achtzig Regenwürmer, fünfzig Asseln, eine Million Fadenwürmer und Wimpertierchen, eine Milliarde Pilze und eine Billion Bakterien! Wir können also behaupten: unter unseren Füßen tobt das Leben!

Dieses Gefüge ist nach einer bestimmten Ordnung aufgebaut, die sich am Sauerstoffgehalt des Bodens orientiert. Ein guter Boden mit vielen Grobporen, viel Laubstreu und einem ausgeglichenen Bodenklima kann sich über ein reiches Bodenleben freuen. Die Zersetzung organischen Materials steht ganz oben auf der Aufgabenliste der Bodenlebewesen. Organische Materialien wie Laub, tote Tiere und Pflanzenreste werden von den Lebewesen abgebaut und die darin gespeicherten Nährstoffe wieder zur Verfügung gestellt. So können neue Pflanzen wachsen. Die wichtigste und grundlegende Funktion des Bodens ist also die als Lebensraum.

Neben diesen beeindruckenden Eigenschaften hat der Boden noch eine weitere wichtige Funktion: Er beeinflusst das Klima – im Großen, aber auch im Kleinen. Wir alle kennen das Phänomen, wenn es im Sommer in der Stadt schier unerträglich heiß, auf dem Land hingegen durchaus angenehm ist. Der Grund dafür: Durch die Verdunstung des Wassers aus den Pflanzen und den unversiegelten Böden kühlt sich die Luft merklich schneller ab, als sie es über asphaltierten Straßen tut. Das verdunstete Wasser erhöht zudem die Luftfeuchtigkeit. Boden und Klima befinden sich in einer wechselseitigen Beziehung, die leicht aus dem Gleichgewicht gerät.

Böden sind außerdem wichtige Kohlenstoffspeicher. Sie speichern fünf Mal so viel Kohlenstoff wie alles Leben oberhalb der Erde und doppelt so viel wie unsere Atmosphäre. Durch die Pflanzen gelangt rund die Hälfte des Kohlenstoffes in den Boden und wird dort gespeichert. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn die Pflanzen im Boden wachsen und auch dort verrotten können. Im Laufe der Abbauprozesse des Bodens wird der Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid wieder freigesetzt. Das geschieht zum Beispiel bei der Trockenlegung von Mooren.

Quelle: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflege/boden/24138.html

Biodiversität auf den Punkt gebracht2021-11-19T12:16:30+01:00

Die Natur ist unsere Lebensgrundlage. Und eine hohe Biodiversität ist wie eine Lebensversicherung für uns und künftige Generationen. Denn Vielfalt ist das wichtigste Überlebensprinzip in der Natur, es erzeugt Stabilität. Nur bei einer hohen Artenvielfalt und einer großen genetischen Bandbreite innerhalb einer Art ist die Natur in der Lage, mit veränderten Bedingungen zurechtzukommen: mit veränderten Klimabedingungen, neuen Krankheiten oder Schädlingen. Das Aussterben einer Art hingegen ist unumkehrbar und schafft unkalkulierbare Risiken. Tiere und Pflanzen haben neben ihrem Eigenwert eine Funktion im Ökosystem.

Quelle: https://www.weleda.de/magazin/natur/biodiversitat-auf-den-punkt-gebracht

Böden als Kohlenstoffspeicher2021-11-19T12:12:14+01:00

Böden sind der größte terrestrische Speicher („Senke“) für Kohlenstoff und gleichzeitig eine der wichtigsten natürlichen Quellen für CO2 in der Atmosphäre. Dadurch ist organische Bodensubstanz nicht nur für die Bodenfruchtbarkeit, sondern auch als Umschlagort von Treibhausgasen für den Klimawandel von Bedeutung.

Quelle: https://www.mpg.de/4705567/Kohlenstoffspeicher_Boden

Bundesnaturschutzgesetz: Natur und Landschaft sind zu schützen2021-10-28T22:48:50+02:00

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__1.html

Auszug aus dem Bundesnaturschutzgesetz:

(1) Natur und Landschaft sind auf Grund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen im besiedelten und unbesiedelten Bereich nach Maßgabe der nachfolgenden Absätze so zu schützen, dass

  1. die biologische Vielfalt,
  2. die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts einschließlich der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter sowie
  3. die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft

auf Dauer gesichert sind; der Schutz umfasst auch die Pflege, die Entwicklung und, soweit erforderlich, die Wiederherstellung von Natur und Landschaft (allgemeiner Grundsatz).

(2) Zur dauerhaften Sicherung der biologischen Vielfalt sind entsprechend dem jeweiligen Gefährdungsgrad insbesondere

  1. lebensfähige Populationen wild lebender Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebensstätten zu erhalten und der Austausch zwischen den Populationen sowie Wanderungen und Wiederbesiedelungen zu ermöglichen,
  2. Gefährdungen von natürlich vorkommenden Ökosystemen, Biotopen und Arten entgegenzuwirken,
  3. Lebensgemeinschaften und Biotope mit ihren strukturellen und geografischen Eigenheiten in einer repräsentativen Verteilung zu erhalten; bestimmte Landschaftsteile sollen der natürlichen Dynamik überlassen bleiben.

(5) Großflächige, weitgehend unzerschnittene Landschaftsräume sind vor weiterer Zerschneidung zu bewahren. Die erneute Inanspruchnahme bereits bebauter Flächen sowie die Bebauung unbebauter Flächen im beplanten und unbeplanten Innenbereich, soweit sie nicht für Grünflächen vorgesehen sind, hat Vorrang vor der Inanspruchnahme von Freiflächen im Außenbereich.

(6) Freiräume im besiedelten und siedlungsnahen Bereich einschließlich ihrer Bestandteile, wie Parkanlagen, großflächige Grünanlagen und Grünzüge, Wälder und Waldränder, Bäume und Gehölzstrukturen, Fluss- und Bachläufe mit ihren Uferzonen und Auenbereichen, stehende Gewässer, Naturerfahrungsräume sowie gartenbau- und landwirtschaftlich genutzte Flächen, sind zu erhalten und dort, wo sie nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind, neu zu schaffen.

Die erholende Wirkung eines Gartens auf den Menschen2021-11-19T12:13:40+01:00

Auch die empirische Trendforschung befasste sich mit der „Neuen Ländlichkeit“. Silke Borgstedt erkannte in ihrer Publikation drei soziokulturelle Strömungen, die die Bewegung überdies bedingen (vgl. Borgstedt 2012: 119). Das sogenannte Re-Grounding beschreibt zunächst die Gegebenheit, dass sich Menschen durch die Vielzahl an komplexen Wahlmöglichkeiten im Alltag zunehmend belastet fühlen und sich ein stabileres und planbares Umfeld wünschen (vgl. ebd.). Bewusst widmet sich der Mensch innerhalb des Prozesses Bereichen, die er selbst gestalten und somit beeinflussen kann (vgl. ebd.: 120). Die organischen und kontinuierlichen Kreisläufe der Natur vermitteln weiterhin die dem Menschen fehlende Stabilität und werden so zu einem neuen Anziehungspunkt (vgl. ebd.). Zugleich wünscht sich der Mensch innerhalb dessen eine Autonomie (vgl. ebd.: 121). Durch freie Handlungsmöglichkeiten können, unbeschränkt von der Bevormundung durch Digitalisierung und gesellschaftlichen Strukturen, eigene Fertigkeiten und Kompetenzen erprobt werden (vgl. ebd.: 122). Sinnlichkeit und Vielfalt kann weiterhin im Hinblick auf die Natur als Gegenreaktion des Menschen auf die zunehmende Rationalisierung und Entfremdung verstanden werden (vgl. ebd.: 123). Alltäglichkeiten sollen unter Einbindung aller Sinne zu „sinnlich-genussvollen Ritualen“ (ebd.) heraufsteigen (vgl. ebd.).

Einer der Hauptgründe einen Kleingarten innerhalb der Bewegung zu pachten, liegt in dem Wunsch nach einem ruhigen Ort in der Natur, der nach eigenen Wünschen geformt werden kann (vgl. Neu 2016: 4; vgl. Borgstedt 2012: 120). Die Bewirtschaftung von Parzellen bietet eine sinnvolle Beschäftigung mit körperlichem Einsatz, der eine geeignete Alternative zum Arbeitsstress und Büroalltag darstellt und daher die Entspannung fördern kann (vgl. Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux o. J.: o. S.). Parzellen in einer Kleingartenlage bilden weiterhin im Sinne der soziokulturellen Strömung Sinnlichkeit und Vielfalt eine Anregung verschiedener Sinne. Düfte aus dem Kräuterbeet, die Farbvielfalt der Blumen und der Geschmack von frischem Gemüse und Obst ermöglichen eine Abgrenzung von der digitalisierten und hektischen Großstadt und können so für innere Ruhe sorgen. In der Literatur werden des Weiteren auch Zusammenhänge zwischen Orten der Meditation und Gärten beschrieben. Die Pädagogin Ursula Richard gibt an, dass Achtsamkeit, Verankerung im Lebendigen und Verbundenheit Aspekte sind, die sich sowohl innerhalb eines Gartens als auch in einer spirituellen Einrichtung wie einem Yogazentrum wiederfinden lassen (vgl. Richard 2012: 226f.). Demnach kann das Bewirtschaften einer Parzelle als erweiterte Option für spirituelle Menschen angesehen werden.

Die erholende Wirkung eines Gartens auf den Menschen wurde weiterhin in zahlreichen Studien untersucht. Laut einer Befragung schätzen Gärtner demnach ihre Lebensqualität im Vergleich zu Personen, die nicht gärtnern als deutlich höher ein (vgl. Waliczek et al. 2005: 1363). Zudem hat die Bewirtschaftung einen positiven Effekt auf die Gesundheit des Gärtners (vgl. van den Berg/ Custers 2011: 7f.). Bereits der Blick auf grüne Natur kann laut Wissenschaftlern die Genesung des Körpers vorteilhaft beeinflussen (vgl. Ulrich 1984: 421.). Die eigentliche Gartenarbeit in der Natur lässt das Stresshormon Cortisol laut einer Untersuchung merklich sinken und bietet durch die vielseitigen Bewegungsabläufe einen körperlichen Ausgleich (vgl. van den Berg/ Custers 2011: 8; vgl. Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux o. J.: o. S.). Der Großstädter erhält demnach durch einen Kleingarten eine neue Möglichkeit, einen positiven Einfluss auf seine Gesundheit auszuüben.

Auch für Kinder, die in einer Großstadt aufwachsen, stellt der Schrebergarten eine geeignete Option der Erholung dar (vgl. Meyer-Rebentisch 2010: 64). Während man in Mietwohnungen stets Rücksicht auf die Nachbarn nehmen muss, kann im Kleingartenverein in der Natur herumgetobt werden, was zu einem ausgeglichenem Gemüt führt (vgl. ebd.: 64f.). „Ganz ohne Aufsicht rennen die Kinder durch die Kolonie. Bullerbü für Großstädter.“ (Schaaf 2012: o. S.), gibt eine Mutter in einem Zeitungsbericht an und verdeutlicht damit grundlegende Gedanken der „Neuen Ländlichkeit“. Dieser Umstand kann auch als Motivation vieler Familien betrachtet werden, die in den letzten Jahren eine Parzelle gepachtet haben.

Quelle: https://www.uni-potsdam.de/de/romanistik-kimminich/kif/kif-analysen/schrebergaerten

Die Folgen von Wohnungsbau für die Biodiversität2021-10-29T23:53:14+02:00

Quelle: https://www.hamburg.de/contentblob/426450/55f4ffb1ea5d1dc5d4bb9cf169635501/data/broschuere-naturschutzrat-biologische-vielfalt.pdf

Naturschutzrat Hamburg: Die mit der baulichen Entwicklung einer bevölkerungsreichen „wachsenden“ Stadt einhergehende Vereinnahmung ursprünglicher Freiflächen für Wohnungsbau, Gewerbe und Verkehr sowie die ständig weiter fortschreitende Zerstückelung der Freiflächen wirken sich direkt negativ auf die Biodiversität aus. Sie stellen deren stärkste Bedrohung dar: Betroffen sind vormals artenreiche, zusammenhängende Flächen, Restvorkommen seltener Arten oder alte Standorte. Gleichzeitig gehen Flächen für die Vernetzung von Reststandorten und potenzielle Ausbreitungsgebiete für Arten verloren. Restvorkommen von Pflanzen und Tieren werden mehr und mehr isoliert, teilweise verlieren sie ihre schützenden Pufferzonen.

Naturschutzrat Hamburg: So findet sich in Hamburg ein hoher Anteil der seltenen und gefährdeten Arten vor allem in alten Wäldern, in altem Grünland, in Mooren und alten Grabensystemen. Der naturschutzfachliche Wert dieser Strukturen spiegelt sich oft nicht ausreichend in deren realem Schutz wider. Artenvielfalt kann sich bei den derzeitig kurzfristigen bzw. kurzlebigen Planungen nicht entwickeln, bestenfalls ist sie unter diesen Bedingungen dort, wo es sie noch gibt, zu erhalten. Sich ständig ändernde Nutzungen, Zielsetzungen und Pflegeaktivitäten verhindern die Entstehung von Biodiversität.

Entwicklung der Bodenversiegelung in Hamburg2021-11-19T12:13:20+01:00

Die Ermittlung der Bodenversiegelung in Hamburg erfolgt derzeit auf Basis der Biotopkartierungen der Behörde für Umwelt und Energie. Dies basiert auf der Annahme, dass Biotope desselben Biotoptyps einen ähnlichen Versiegelungsgrad aufweisen. Die zugrunde liegenden Biotopkartierungen wurden in den Jahren 1999, 2010 und 2015 durchgeführt. Die darauf basierenden Auswertungen der Bodenversiegelung erfolgten in den Jahren 1999, 2012 und 2017. Der Anteil der Bodenversiegelung an der Gesamtfläche betrug in diesen Jahren:

  • 1999: 36 Prozent
  • 2012: 38 Prozent
  • 2017: 39 Prozent

Quelle: https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/70562/wie_hat_sich_die_versiegelung_von_nebenflaechen_in_hamburg_entwickelt.pdf

Flächenverbrauch hat Konsequenzen2021-11-19T12:12:35+01:00

Der Flächenverbrauch führt zu einer weiteren Zerschneidung und Fragmentierung von Natur- und Lebensräumen, was den Erhalt der biologischen Vielfalt gefährdet und den genetischen Austausch von Populationen stark eindämmen kann.

Auch mit Blick auf den Klimawandel darf ein zunehmender Flächenverbrauch nicht unterschätzt werden: Die negativen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und eine Überwärmung von Siedlungsgebieten stehen beispielsweise einer erfolgreichen Anpassung an den Klimawandel entgegen, gleichzeitig gehen Kohlenstoffsenken verloren.

Quelle: https://aktion-flaeche.de/flaechenverbrauch-hat-konsequenzen

Gefährdung der natürlichen Lebensgrundlagen2021-11-19T12:11:32+01:00

Die globalen Umweltveränderungen haben ein Ausmaß erreicht, das die natürlichen Lebensgrundlagen mittlerweile spürbar gefährdet. Der Boden ist mit seinen wertvollen und vielfältigen Funktionen durch den Anstieg von Siedlungs- und Verkehrsflächen und die zunehmende Versiegelung besonders betroffen, weil dadurch die natürlichen Bodenfunktionen nicht nur beeinträchtigt, sondern häufig sogar gänzlich zerstört werden. Nahezu die Hälfte der Siedlungs- und Verkehrsflächen ist laut Umweltbundesamt in Deutschland versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt [UBA 2020b].

Ein kritischer Blick zeigt, dass die schon viele Jahre geltenden bzw. mit großen Anstrengungen entwickelten Regelungen, Instrumente und Strategien zur Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme nicht die erwarteten Wirkungen erzielt haben.
Trotz der tendenziellen Verlangsamung bei der Flächenneuinanspruchnahme konnte
Deutschland das vormals definierte 30-ha-Ziel der Bundesregierung bis 2020 nicht erreichen. Von der Umsetzung des aktuellen in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie verankerten nationalen Flächensparziels von 30 ha pro Tag minus X bis 2030, ist Deutschland bislang noch ein gutes Stück entfernt.

…der Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme entgegenstehende Instrumente, hinzugekommen. Hierzu zählt z. B. auch das vereinfachte Verfahren der Bebauungsplanaufstellung des bis zum 31.12.2019 geltenden § 13b BauGB, dessen „Neuauflage“ wieder diskutiert wird. Zudem spielt der Verlust des Kohlenstoffspeicherpotenzials vom Boden bisher keine Rolle, wenn neue Baugebiete, Verkehrswege oder Anlagen geplant und genehmigt werden. Boden ist eine begrenzte Ressource. Mit jedem Hektar bebauten, betonierten, asphaltierten oder anderweitig befestigten Boden gehen in Deutschland nicht nur 1.350 Kubikmeter neu gebildetes Grundwasser verloren, sondern auch etwa die Speicherkapazität von durchschnittlich 60 Tonnen Kohlenstoff im Oberboden. Bodenschutz ist Klimaschutz [KBU 2017].

Quelle: https://www.labo-deutschland.de/documents/LABO_Statusbericht_2020_Flaechenverbrauch_.pdf

Gesundheitliche Risiken von Ozon und hoher Lufttemperatur2021-11-19T12:15:30+01:00

Der ⁠Klimawandel⁠ beeinflusst in vielfältiger Weise unsere Umwelt. Der Anstieg der mittleren jährlichen Lufttemperatur führt derzeit bereits zu wärmeren bzw. heißeren Sommern und zukünftig wahrscheinlich auch zu milderen Wintern. Eine hohe Lufttemperatur begünstigt gemeinsam mit intensiver Sonneneinstrahlung die Bildung von Ozon in Bodennähe. Dies führt bei anhaltend sommerlicher Schönwetterlage neben der Hitzebelastung auch zu einer erhöhten gesundheitlichen Belastung durch hohe bodennahe Ozonkonzentrationen.

Ozon ist ein Reizgas. An Tagen mit hoher Ozonkonzentration leiden viele Menschen an Reizerscheinungen der Augen (Tränenreiz), Atemwegsbeschwerden (Husten) und Kopfschmerzen. Diese Reizungen treten weitgehend unabhängig von der körperlichen Aktivität auf. Ihr Ausmaß wird primär durch die Aufenthaltsdauer in der ozonbelasteten Luft bestimmt. Besonders nach reger körperlicher Aktivität im Freien wurde bei Schulkindern und Erwachsenen eine verminderte Lungenfunktion sowie eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit festgestellt. Diese funktionellen Veränderungen und Beeinträchtigungen normalisierten sich im Allgemeinen spätestens 48 Stunden nach Expositionsende. Bei einem erhöhten Atemvolumen, zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung, kann Ozon tief in das Lungengewebe vordringen, dort das Gewebe schädigen und Entzündungen hervorrufen. Im Gegensatz zur Veränderung der Lungenfunktionswerte bildeten sich entzündliche Reaktionen des Lungengewebes nur teilweise zurück. Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit dem Auftreten erhöhter bodennaher Ozonkonzentrationen assoziiert.

Eine hohe Lufttemperatur während Hitzeperioden kann ein zusätzliches Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen. Bei sehr hohen Temperaturen kann das körpereigene Kühlsystem überlastet werden. Als Folge der Hitzebelastung können bei empfindlichen Personen Regulationsstörungen und Kreislaufprobleme auftreten. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Erschöpfung und Benommenheit. Ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind von diesen Symptomen besonders betroffen.

Klimamodelle prognostizieren, dass sich die gesundheitlichen Risiken von Phasen mit erhöhter sommerlicher Luftverschmutzung – unter anderem mit Ozon – im Zusammenwirken mit sommerlicher Hitze zukünftig erhöhen werden. Zudem wird vermutet, dass sich beide Einzelbelastungen in ihrer Kombinationswirkung verstärken können.

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/umwelt-gesundheit/gesundheitsrisiken-durch-ozon#gesundheitliche-risiken-von-ozon-und-hoher-lufttemperatur

Gesundheitlichen Folgen des Klimawandels2021-11-19T12:15:43+01:00

Seite 68 – 69:

Fenner et al. (2015) untersuchten stadtklimatologische Unterschiede am Beispiel Berlins und konnten zeigen, dass in dicht bebauter Umgebung thermische Belastungssituationen um den Faktor 3 häufiger auftreten können im Vergleich zu Freiflächen. Aufgrund der Bausubstanz, dem erhöhten Versiegelungs- und dem reduzierten Vegetationsanteil sowie einer verminderten Durchlüftung kühlt sich die Lufttemperatur nachts in Städten schlechter ab als im Umland. Daher kann die nächtliche Minimaltemperatur innerhalb einer dicht bebauten Stadt bis zu 10 K höher sein als im unbebauten Umland (Oke 1973; Fenner et al. 2014). Die Kombination aus witterungsbedingter Hitze und dem Phänomen der „Urbanen Wärmeinsel“ ist die Ursache für eine verstärkte wärmebelastende Wirkung auf die Gesundheit der in der Stadt lebenden Bevölkerung.

In den vergangenen Jahren gewann der Themenaspekt der gesundheitlichen Folgen des Klimawandels und insbesondere der thermischen Belastung in verschiedenen Fachdisziplinen immer mehr an Bedeutung. Vor allem an der Schnittstelle zwischen Klimageographie und Epidemiologie weisen Studien ein erhöhtes Mortalitätsrisiko aufgrund hoher Lufttemperatur nach (Heu-dorf, Mayer 2005; Koppe, Jendritzky 2014; Gasparrini et al. 2015). Aber nicht nur die erhöhte Zahl von Sterbefällen ist mit extremer Hitzebelastung assoziiert. Auch weitere Gesundheitsindikatoren verdeutlichen die besondere Belastungssituation während Hitzeereignissen, wie zum Beispiel eine nachweislich erhöhte Anzahl von Rettungsdiensteinsätzen (Bassil et al. 2009; Steul et al. 2018) oder vermehrte Krankenhauseinweisungen (Scherber et al. 2014). Darüber hinaus muss davon ausgegangen werden, dass Hitzeereignisse mit weiteren gesundheitlich beeinträchtigenden Umweltbelastungen korrelieren können (Mücke, Matzarakis 2017). Dazu gehören zum Beispiel eine erhöhte Exposition gegenüber UV-Strahlung und Luftschadstoffkonzentrationen, allen voran bodennahes Ozon (Burkart et al. 2013; Augustin et al. 2017) oder auch die Zunahme natürlicher Aerosole, wie zum Beispiel Pollen (WHO 2013; Augustin et al. 2017).

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/4031/publikationen/uba_krug_muecke.pdf

Gesundheitsrisiken durch Hitzeperioden2021-11-19T12:16:08+01:00

Die mit der Klimaerwärmung verbundene zunehmende Hitzebelastung ist zudem von erheblicher gesundheitlicher Bedeutung, da sie den Organismus des Menschen in besonderer Weise beansprucht und zu Problemen des Herz-Kreislaufsystems führen kann. Außerdem fördert eine hohe Lufttemperatur zusammen mit intensiver Sonneneinstrahlung die Entstehung von gesundheitsgefährdendem bodennahem Ozon (siehe „Gesundheitsrisiken durch Ozon“)

Anhaltend hohe Lufttemperatur während Hitzeperioden stellt ein zusätzliches Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar. Bei Hitze kann das körpereigene Kühlsystem überlastet werden. Als Folge von Hitzebelastung können bei empfindlichen Personen Regulationsstörungen und Kreislaufprobleme auftreten. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Erschöpfung und Benommenheit. Ältere Menschen und Personen mit chronischen Vorerkrankungen (wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen) sind von diesen Symptomen besonders betroffen. So werden während extremer Hitze einerseits vermehrt Rettungseinsätze registriert, andererseits verstarben in den Hitzesommern 2003, 2006 und 2015 in Deutschland insgesamt etwa 19.500 Menschen zusätzlich an den Folgen der Hitzebelastung (vgl. An der Heiden et al. 2019). Modellrechnungen prognostizieren für Deutschland, dass zukünftig mit einem Anstieg hitzebedingter Mortalität von 1 bis 6 Prozent pro einem Grad Celsius Temperaturanstieg zu rechnen ist, dies entspräche über 5.000 zusätzlichen Sterbefällen pro Jahr durch Hitze bereits bis Mitte dieses Jahrhunderts.

Der Wärmeinseleffekt: Mehr Tropennächte in Innenstädten

Eine Studie untersuchte vor kurzem die klimatischen Verhältnisse von vier Messstationen in Berlin für den Zeitraum 2001-2015 anhand der beiden Kenngrößen „Heiße Tage“ und „Tropennächte“. Während an den unterschiedlich gelegenen Stationen die Anzahl Heißer Tage vergleichbar hoch war, traten Tropennächte an der innerhalb dichter, innerstädtischer Bebauungsstrukturen gelegenen Station wesentlich häufiger (mehr als 3 mal so oft) auf, als auf Freiflächen (vgl. Krug & Mücke 2018). Eine Innenstadt speichert die Wärmestrahlung tagsüber und gibt sie nachts reduziert wieder ab. Die innerstädtische Minimaltemperatur kann während der Nacht um bis zu 10 Grad Celsius über der am Stadtrand liegen. Dies ist als städtischer Wärmeinseleffekt bekannt.

Von besonderer gesundheitlicher Bedeutung sind zudem Perioden anhaltender Hitzebelastung (umgangssprachlich „Hitzewellen“), in denen ⁠Heiße Tage⁠ in Kombination mit Tropennächten über einen längeren Zeitraum auftreten können. Sie sind gesundheitlich äußerst problematisch, da Menschen nicht nur tagsüber extremer Hitze ausgesetzt sind, sondern der Körper auch in den Nachtstunden durch hohe Lufttemperatur thermophysiologisch belastet ist und sich wegen der fehlenden Nachtabkühlung nicht ausreichend gut erholen kann. Ein Vergleich von Messstellen des Deutschen Wetterdienstes (⁠DWD⁠) in Hamburg, Berlin, Frankfurt/Main und München zeigt, dass beispielsweise während der ⁠Hitzesommer⁠ 2003 und 2015 in Frankfurt/Main 6 mehrtägige Phasen beobachtet wurden, an denen mindestens 3 aufeinanderfolgende Heiße Tage mit sich unmittelbar anschließenden Tropennächten kombiniert waren (vgl. Krug & Mücke 2018). Zu erwarten ist, dass mit einer weiteren Erwärmung des Klimas die Gesundheitsbelastung durch das gemeinsame Auftreten von heißen Tagen und Tropennächten während länger anhaltender Hitzeperioden – wie sie zum Beispiel in den Sommern der Jahre 2003, 2006 und vor allem 2018 in Frankfurt am Main beobachtet werden konnten – auch in Zukunft zunehmen wird (siehe Abb. „Heiße Tage und Tropennächte 2001 bis 2020“). Davon werden insbesondere die in den Innenstädten (wie in Frankfurt am Main) lebenden Menschen betroffen sein.

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/umwelt-gesundheit/gesundheitsrisiken-durch-hitze#gesundheitsrisiko-hitze

Hamburg leidet unter Lichtverschmutzung2021-11-19T12:16:45+01:00

Festbeleuchtung kann Depressionen auslösen

Dass Lichtverschmutzung ernst genommen werden muss, zeigt ein Blick auf die Folgen, die Dauerbeleuchtung auf den menschlichen Körper hat. Sie stört das seelische und körperliche Wohlbefinden und gefährdet die Gesundheit. Forschungen zeigen: Künstliches Licht unterdrückt die Bildung des Schlafhormons Melatonin, das für einen tiefen Schlaf verantwortlich ist. Wer bei Festbeleuchtung schläft, läuft Gefahr, an Depressionen zu erkranken, dies fand ein amerikanisches Forscherteam bei einer Langzeituntersuchung heraus. Neben Schlafstörungen und Depressionen sei auch das Brustkrebsrisiko erhöht, da der Östrogenspiegel steige.

Quelle: https://szene-hamburg.com/hamburg-leidet-unter-lichtverschmutzung/

Hamburgs Stadtentwicklung deutlich hinter ihren Möglichkeiten2021-11-18T16:55:24+01:00

Hamburgs Stadtentwicklung bleibt deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zukunftsfähige Konzepte für bezahlbaren Wohnraum, eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik sowie eine flächensparende und innovative Mobilitätswende gibt es nicht“, bedauert Prof. Jörg Knieling, Vorstandsmitglied des BUND Hamburg. Das 10.000-Wohnungen-Dogma dürfe keinesfalls fortgeschrieben werden, da es wirklich guten und kreativen Ansätzen einer qualitätsvollen Stadtentwicklung im Wege stehe.

Quelle: https://www.bund-hamburg.de/service/presse/detail/news/bund-stadtentwicklung-muss-neue-wege-gehen/

Hintergrund Klimawandel und Flächenversiegelung2021-11-19T12:13:29+01:00

Unter Flächenversiegelung – oder auch Bodenversiegelung – versteht man alle Arten der unnatürlichen Bodenabdeckung, etwa durch Gebäude oder Straßen. Die Versiegelung von Flächen stellt einen Eingriff in den Naturhaushalt dar. Der natürliche Wasserhaushalt wird durch Flächenversiegelung dahin verändert, dass deutlich weniger Regenwasser versickern oder verdunsten kann und stattdessen an der Oberfläche abfließt. Die Konsequenz: eine verringerte Grundwasserneubildung und erhöhter Abfluss an der Oberfläche.

Mit zunehmender Versiegelung und hochbaulicher Dichte führen die durch den Klimawandel gehäuft auftretenden Starkregen immer häufiger zu Überlastungen der städtischen Entwässerungssysteme und damit zu Überflutungen von Kellern, Flächen und Straßen.

Quelle: https://www.risa-hamburg.de/hintergrund-ziele/klimawandel-flaechenversiegelung

Hitze und Sterblichkeit2021-11-19T12:15:53+01:00

Untersuchung des Einflusses von Hitze auf Morbidität (Laufzeit 1.5.2017 – 31.12.2018), vorgelegt vom Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen

Seite 1: Gegenüber den Vergleichszeiträumen kann in allen Leistungsbereichen eine signifikant erhöhte Inanspruchnahme im Hitzezeitraum festgestellt werden, die sich nach Regionen und Leistungsarten unterscheidet. Eine Änderung der Rangfolge der häufigsten Hauptdiagnosen bei Krankenhausaufnahmen weist auf veränderte Morbidität hin. Neben demografischen Faktoren erhöhen Arztkontakte, Krankenhausaufnahmen und Taxi-Krankenfahrten vor der Hitzewelle sowie einige ambulante Diag-nosen die Chance einer Inanspruchnahme. Insbesondere sind Menschen mit Mukoviszidose, chronischer Hepatitis oder psychischen Problemen betroffen. Je höher die Pflegestufe ist, desto höher ist auch das Risikoeiner Inanspruchnahme. Hauptsächlich in die Versorgung einbezogen sind Psychotherapeutinnen und –therapeuten, Hausärztinnen und Hausärzte sowie Fachärztinnen und –ärzte der Diabetologie und Nephrologie. Die Ergebnisse sind durch den Regionalbezug und die kurzen Hitze-und Vergleichszeiträume nur eingeschränkt übertragbar.

Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Gesundheit/Berichte/Hitze_u._Morbiditaet_Abschlussbericht.pdf

Innerstädtische Parkhäuser als Ressourcen für Wohnraum2021-11-18T16:50:44+01:00

Ressourcen für durchaus attraktiven Wohnraum bieten insbesondere auch innerstädtische Parkhäuser. Durch die sich verändernde Mobilität ergeben sich künftig weitere Potenziale wie vorhandene Tankstellen- und Parkplatzflächen. Außerdem plädieren die Wissenschaftler weiterhin für eine Offensive bei der Dachaufstockung von Wohngebäuden, deren großes Potenzial bei 1,1 bis 1,5 Mio. Wohneinheiten liegen soll.

Quelle: https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0276.php4

Insekten sind integraler Bestandteil der biologischen Vielfalt2021-10-31T18:11:04+01:00

Quelle: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/aktionsprogramm_insektenschutz_kabinettversion_bf.pdf

Insekten sind integraler Bestandteil der biologischen Vielfalt und spielen in unseren Ökosystemen eine wichtige Rolle. Doch sowohl die Gesamtmenge der Insekten als auch die Artenvielfalt bei den Insekten ist in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Das „Insektensterben“ wird in der breiten Öffentlichkeit sehr aufmerksam verfolgt und diskutiert. Es bestehen hohe Erwartungen an die Politik, umfassend und zügig gegenzusteuern.

Die Ursachen des Insektenrückgangs sind vielfältig und insgesamt komplex. Nach aktuellem Forschungsstand liegen die zentralen Ursachen im Verlust und der qualitativen Verschlechterung von Insektenlebensräumen, dem Verlust der Strukturvielfalt mit einer Vielzahl an Wildpflanzen, einem Management von Naturschutzgebieten, das zum Teil die Bedürfnisse von Insekten unzureichend berücksichtigt, der Anwendung von Pestiziden (Pflanzenschutzmittel und Biozide), dem Eintrag von Nähr- und Schadstoffen in Böden und Gewässer sowie der Lichtverschmutzung. Viele weitere Einflussfaktoren tragen darüber hinaus zum Verlust oder der Qualitätsverschlechterung von Insektenlebensräumen bei. Deshalb ist die Erhaltung beziehungsweise Förderung der Wiederherstellung dieser Lebensräume in Qualität und Quantität sowie ihre Vernetzung wichtig.

Unter dem Schlagwort „Insektensterben“ haben es die Sechsbeiner vor allem durch die Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Studie prominent in die Medien und die öffentliche Diskussion geschafft. Eine Auswertung der im Rahmen der sogenannten „Krefelder Studie“ erhobenen Daten wurde im Jahr 2017 veröffentlicht und basiert auf der Analyse von Insektenerhebungen des Entomologischen Vereins Krefeld. In einem Zeitraum von 27 Jahren wurden in 63 deutschen Schutzgebieten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg flugfähige Insekten über ein methodisch präzises Verfahren gefangen und die Biomasse der gefangenen Insekten ermittelt. Die Wissenschaftler haben auf dieser Basis in den untersuchten Gebieten einen Rückgang der Insektenbiomasse von durchschnittlich 76 Prozent festgestellt (Hallmann et al. 2017). Zahlreiche regionale oder artspezifische wissenschaftliche Studien belegen den Rückgang der Artenvielfalt bei den Insekten. Dass es sich beim Insektensterben nicht um ein lokales oder regionales Phänomen, sondern um eine bundesweite und klar belegbare Entwicklung handelt, ist durch die Roten Listen wissenschaftlich belegt. Bereits seit den 1970er Jahren wird dort die Gefährdung von Insekten anhand bestimmter Insektenordnungen untersucht und bewertet. In den aktuellen Roten Listen werden 25 Insektengruppen mit insgesamt knapp 8.000 Arten und Unterarten bewertet, das sind etwa 24 Prozent der in Deutschland bekannten Insektenarten.

Insektenrückgang: Gefährdungsursachen und Handlungsbedarf2021-11-15T18:50:37+01:00

Quelle: Bundesamt für Naturschutz (Google Cache)

Bundesamt für Naturschutz: In Folge von nutzungsbedingten Veränderungen der Landschaft, wie dem Verschwinden von Streuobstwiesen, Hecken, gestuften Waldrändern und Gewässersäumen, durch den Grünlandumbruch, durch die Nutzungsaufgabe bisher noch extensiv genutzter Offenlandflächen und durch die gezielte Aufforstung von Offenland, verlieren viele Insektenarten wichtige Lebensräume. Durch die Zerstörung von Gewässern aufgrund von Verbau oder Trockenlegung sind besonders Arten mit aquatischen Larvenstadien betroffen.

Bundesamt für Naturschutz: Nachtaktive Insekten, die sich normalerweise am schwachen Licht der Gestirne orientieren, werden von künstlichen Lichtquellen angezogen und in ihrer Orientierung gestört (Eisenbeis 2013). Die zunehmende Lichtverschmutzung kann starke Auswirkungen auf solche Insekten haben (van Langevelde et al. 2018, Macgregor et al. 2017). Insekten werden auch an Lichtquellen getötet, wenn diese als Fallen wirken oder Insekten durch den andauernden Lichtreiz wiederholt um bzw. an die Lichtquelle fliegen und damit erheblichen Energieverlust erleiden und schlussendlich sterben ohne ihren Lebenszyklus vollendet zu haben. Arten wie Köcherfliegen werden auf diese Weise aus ihren natürlichen Habitaten an Gewässerufern über größere Distanzen angelockt (Scheibe 2000, Robert 2016).

Bundesamt für Naturschutz: Wichtigstes Ziel muss sein, den Verlust an Lebensräumen zu stoppen, ein vielfältiges Landschaftsmosaik zu erhalten bzw. zu schaffen sowie vor allem auch die Qualität der Lebensräume zu verbessern.

Insektensterben – Deutschland im Abwärtstrend2021-10-28T22:57:08+02:00

Quelle: https://www.boell.de/de/2020/01/08/insektensterben-deutschland-abwaerts-im-trend

Mehr als 75 Prozent der Gesamtmasse an Fluginsekten sind aus Teilen Deutschlands verschwunden. Die Studie, veröffentlicht im Oktober 2017, beruhte auf Daten des Entomologischen Vereins Krefeld. Dessen Mitglieder hatten über einen Zeitraum von 27 Jahren das Vorkommen von Fluginsekten an über 60 Standorten erforscht, die meisten davon in Schutzgebieten in Nordrhein-Westfalen. Auch wenn die Studie verschiedentlich wegen methodischer Mängel kritisiert wurde, liefert sie erstmals lange Datenreihen zur Bestandsentwicklung ganzer Gruppen von Insekten – und die wurden weltweit so noch nie erhoben. Die Daten wurden in verschiedenen Bundesländern gesammelt und zeigen einen deutlichen Trend. In Deutschland gibt es neben dieser „Krefelder Studie“ Langzeituntersuchungen etwa zu den Beständen von Tagfaltern, Wildbienen und Zikaden. Alle Datenreihen belegen einen Rückgang der Artenvielfalt und bestätigen eine teilweise dramatische Abnahme der Populationsdichte. Bei den Schmetterlingen gehen vor allem die Spezialisten verloren. Hierzu zählen Tagfalter, deren Larven auf bestimmte Futterpflanzen angewiesen sind. Langzeiterfassungen in mehreren Regionen Deutschlands halten dauerhafte Verluste von über 70 Prozent der Arten fest.

Insektensterben: Ursachen2021-11-19T12:16:21+01:00

Spricht man vom Insektensterben, so muss man zwei Aspekte voneinander unterscheiden. Zum einen den Rückgang der Artenvielfalt, was anhand der roten Listen ablesbar ist [2] und zum anderen die Abnahme an Biomasse bei Insekten. Letzteres wird etwas plakativ mittels der PKW-Windschutzscheibe veranschaulicht, welche vor 20 Jahren noch deutlich mehr toter Insekten nach einer Fahrtstrecke aufwies. Da Insekten einerseits die Grundlage vieler Nahrungsnetze darstellen und andererseits zahlreiche Ökosystemdienstleistungen (u.a. Bestäubung, Beseitigung von Kadavern, Schädlingsbekämpfung – siehe Abbildung) erbringen, muss hier nicht nur aus Natur- und Artenschutzgründen gegengesteuert werden.

Durch Straßen und Siedlungen werden nicht nur Lebensräume zerstört, sondern auch Populationen von Insekten voneinander getrennt, was Thomas Schmitt im Februar 2018 in einer Veröffentlichung im Journal »Biological Conservation« als eine der Hauptursachen der Rückgänge bezeichnete. In Deutschland wird pro Tag mehr als ein Quadratkilometer Fläche bebaut, zwischen 1992 und 2015 verschwand eine Fläche von 93 mal 93 Kilometern unter Beton und Asphalt. Diese Ursachen wirken zusammen und verstärken sich gegenseitig. Bisher gibt es keine stimmige und wirksame politische Strategie, die Ursachen zu bekämpfen.

WissenschaftlerInnen vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben nachgewiesen, dass künstliche Beleuchtung in der Nähe von Gewässern die Zahl und Gemeinschaften von Insekten und Spinnen stark beeinflusst. Wie ein Staubsauger entziehen sie den benachbarten Ökosystemen fliegende Insekten. Profiteure sind räuberische Insekten und Spinnen, für die die vielen desorientierten Wasserinsekten ein Festmahl sind. [4]

Weltweit nimmt die Erhellung der Nacht durch künstliches Licht um jährlich etwa sechs Prozent zu. „[…] Die meisten Lebewesen haben sich an einen Hell-Dunkel-Rhythmus angepasst. Es liegt also nahe, dass eine künstlich erhellte Nacht einen maßgeblichen Einfluss auf das Vorkommen und Verhalten von Tieren hat. Insbesondere entlang von Gewässern, die die Heimat von vielen lichtempfindlichen Insekten sind“, erklärt Alessandro Manfrin, Wissenschaftler am IGB, die Ausgangslage.

Neben der Landnutzungsänderung könnte auch der Klimawandel beim Rückgang der Insekten eine Rolle spielen. Als  mögliche Folgen durch Veränderung der Temperatur und der Niederschläge im Jahresverlauf ist Folgendes denkbar – hier besteht weiterer Forschungsbedarf.

Quelle: https://nabu-gifhorn.jimdo.com/projekte-arbeitsgruppen/insektensterben/ursachen/

Kleingärten tragen maßgeblich zur Erhaltung der Agrobiodiversität bei2021-10-28T22:55:44+02:00

Quelle: https://www.deutschland-summt.de/files/media_ds/pdfs/2015/studie_biodiversitaet_kulturpflanzen_kleingaerten.pdf

Kleingärten haben im Verhältnis ihres Anteils an der gesamten agrarisch genutzten Fläche in Deutschland ein hohes Potenzial an Arten- und Sortenvielfalt bei Kulturpflanzen und tragen damit maßgeblich zur Erhaltung der Agrobiodiversität bei. Sie weisen eine signifikant höhere Pflanzenvielfalt auf als andere urbane Grünflächen, wie etwa Stadtparks. Kleingärtner können durch den Anbau traditioneller, regionaltypischer Arten und Sorten weitere wertvolle Beiträge zur Erhaltung der biologischen Vielfalt leisten und sollten darin bestärkt werden.

In deutschen Kleingärten wurden an 83 Kartierungsstandorten, die im gesamten Bundesgebiet verteilt sind, mehr als 2000 Kulturpflanzenarten gefunden. Kleingärten tragen damit im Verhältnis ihres Anteils an agrarwirtschaftlich genutzter Fläche in Deutschland in hohem Maß zur Agrobiodiversität bei. Es zeichnet sie außerdem im Vergleich zu anderen urbanen Grünflächen mit einer weitaus geringeren Pflanzenvielfalt – wie beispielsweise Stadtparks –, als besonders schützens- und erhaltenswerte Form der Grünflächennutzung aus.

Kommission für Bodenordnung sortiert Immobilienmarkt um2021-11-18T17:04:20+01:00

Hamburger Rathaus, der 24. August 2017. Zwölf Politiker haben sich versammelt, um wichtige Entscheidungen zu fällen. Jedes Mal, wenn die Kommission für Bodenordnung tagt, sortiert sie den Immobilienmarkt in Hamburg wieder etwas um. Welche Grundstücke kauft die Stadt? Und an wen verkauft sie? Welchen Tauschgeschäften stimmt sie zu? Diese Fragen klärt sie alle zwei bis drei Wochen. An diesem Sommernachmittag trifft das Gremium 17 Entscheidungen. Wie immer bleibt nicht viel Zeit. Innerhalb von 35 Minuten wird die Kommission 34.057 Quadratmeter der Stadt verkaufen.

Quelle: https://correctiv.org/top-stories/2018/11/23/wem-gehoert-hamburg/

Leerstand in Hamburg2021-11-18T16:53:40+01:00

Wie viele Wohnungen in Hamburg leer stehen, ist dem Senat nur ungefähr bekannt. Der Grund: Nicht alle Bezirke erfassen diese Zahl…

Mindestens 1040 Wohnungen stehen in Hamburg leer – und vermutlich sind es noch viel mehr. Denn zwei der sieben Bezirksämter können entsprechende Zahlen nicht liefern … Vor knapp zwei Jahren hatte die Zahl der dokumentierten Wohnungsleerstände in der Stadt noch bei 2600 gelegen, Ende vergangenen Jahres nach Senatsangaben dann bei 2074. Damals hatten allerdings noch alle sieben Bezirke Zahlen zu Leerständen geliefert – und nicht nur fünf.

Quelle: https://www.hinzundkunzt.de/cdu-bemaengelt-fehlende-daten/

Lichtverschmutzung nimmt dramatisch zu2021-11-19T12:14:35+01:00

Licht zur falschen Zeit, in zu hoher Intensität oder in einer unnatürlichen spektralen Zusammensetzung“ habe „ökologische und evolutionäre Auswirkungen“ auf viele Organismen, sagte der Ökologe Franz Hölker vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, der an der internationalen Studie mitgewirkt hat. „Künstliches Licht in der Nacht ist ganz neuer Stress.“ Viele Organismen hätten noch keine Chance gehabt, sich an die neue Situation anzupassen. „Die Ausbreitung von Insekten kann gestört sein, selbst Mikroorganismen sind gestört“, betont der Wissenschaftler. „Selbst Ökosystemfunktionen werden durch künstliche Beleuchtung in der Nacht gestört.

Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/neue-studie-die-lichtverschmutzung-nimmt-zu.1008.de.html?dram:article_id=401365

Lichtverschmutzung und Insektensterben2021-11-19T12:16:39+01:00

Die WissenschaftlerInnen haben alle jüngsten Einzelstudien zu den Auswirkungen von künstlichem Licht in der Nacht auf Insekten ausgewertet und festgestellt, dass Vieles für einen ernstzunehmenden Zusammenhang zwischen Lichtverschmutzung und Insektensterben spricht. Fluginsekten werden beispielsweise von künstlichen Lichtquellen angezogen – und gleichzeitig aus anderen Ökosystemen abgezogen – und sterben durch Erschöpfung oder als leichte Beute.

Quelle: https://www.igb-berlin.de/news/insektensterben-durch-lichtverschmutzung

Naturnahe Grünräume zunehmend unverzichtbar2021-11-19T12:13:54+01:00

Die Gesundheit des Menschen ist in vielfältiger Weise direkt wie indirekt von der Funktionsweise intakter Ökosysteme und der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes abhängig. Die weltweiten Diskussionen der vergangenen Jahre zu den Auswirkungen des Klimawandels, der Degradation von Boden- und Wasserressourcen oder dem Rückgang der biologischen Vielfalt zeigen eindrucksvoll die direkten und indirekten Zusammenhänge. Darüber hinaus beherbergt die Natur ein hohes Potenzial an medizinisch wirksamen Rohstoffen. Viele pflanzliche und tierische Naturstoffe sind Grundlage oder natürliches Vorbild für Arznei- und Heilmittel. Neben diesen offensichtlichen ökosystemaren Serviceleistungen spielt die Natur – nicht zuletzt aufgrund der evolutiven Wurzeln und der Sozialisation des Menschen (z. B. Biophilie, Ästhetikempfinden von Landschaften) – auch für das seelische Wohlbefinden des Menschen eine wichtige Rolle. So bieten Natur und Landschaft Raum für Bewegung, Sport, Ruhe, Stressabbau und Entspannung (Hartig et al. 2003, Abraham et al. 2007, Erdmann et al. 2008). Die Sicherung dieser umwelt- als auch gesundheitsrelevanten Funktionen von Landschaften und naturnahen Grünräumen (im Gegensatz zu oftmals stark überprägten Sportanlagen) gewinnt durch die Herausforderungen von Globalisierung und Urbanisierung besondere Priorität. Verstädterungstendenzen und damit einhergehende Veränderungen in den Ansprüchen an Lebensräume stellen sich – global betrachtet – äußerst ungleich dar. Während Länder wie Deutschland in zahlreichen Regionen mit Bevölkerungsschwund und der Gestaltung und Nutzung frei werdender (Grün-)Flächen konfrontiert sind, stellen in anderen Teilen der Welt ausufernde Megastädte die Raumentwicklung vor komplexe Aufgaben. Wenn Landschaft und Natur dem wachsenden Bedarf an Wohnraum weichen müssen, dann bedeutet dies zugleich den Verlust wertvoller natürlicher Umwelt- und Gesundheitsressourcen.

Vor dem Hintergrund veränderter Lebensbedingungen (z. B. Arbeitsbelastung, Stress), der Verbreitung „ungesunder“ Lebensstile (Ernährungs- und Bewegungsverhalten) und den damit assoziierten Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Depressionen, Übergewicht) sind naturnahe Grünräume zunehmend unverzichtbar (Classen & Hornberg 2008).

Umwelt und Gesundheit ist ein aktueller Schwerpunkt des BMU. Die Umwelt, in der wir leben, wirkt unmittelbar auf den menschlichen Organismus ein. Umweltbelastungen wirken sich negativ auf die Gesundheit aus: Ohne intakte Umwelt keine Gesundheit! Aufgabe des Umweltschutzes ist es, vorhandene Umweltbelastungen zu reduzieren und Risiken rechtzeitig zu erkennen, so dass neue Umweltbelastungen nach Möglichkeit erst gar nicht entstehen. Vorbeugen ist besser als Heilen – das gilt für den Umweltschutz genau so wie für die gesundheitliche Prävention. Dem Schutz der Natur kommt hierbei eine entscheidende Bedeutung zu. Eine intakte Natur mit einem leistungs- und funktionsfähigen Naturhaushalt ist für unsere Gesundheit unverzichtbar. Dieser Zusammenhang wird auch in dem Gesetzentwurf zur Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes,2 betont. Demnach sind Natur und Landschaft nicht nur auf Grund ihres eigenen Wertes, sondern auch als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen zu schützen.

Im Hinblick auf den Klimawandel und die mit ihm verbundenen Risiken für die menschliche Gesundheit infolge von Wetterextremen ist die Sicherung und Entwicklung von intakten Ökosystemen von großer Bedeutung. Die Erhaltung der genetischen Vielfalt der Arten erhöht deren Anpassungsfähigkeit an klimatische Veränderungen. Sie ist eine wichtige Vorsorgemaßnahme zur Gewährleistung der Stabilität von Ökosystemen. Wälder und Moore sind zudem bedeutende CO2-Speicher.Der Erholungswert von Natur und Landschaft für die Förderung des psychischen Wohlbefindens ist seit langem bekannt. Natur und Landschaft bilden auch eine attraktive Kulisse sowie in vielen Fällen erst die Voraussetzung für gesundheitsfördernde Aktivitäten wie Spazierengehen, Nordic-Walking, Wandern, Radfahren, Schwimmen oder Kanufahren. Aufgabe des Naturschutzes ist es, Naturräume für Bewegung und natur- und landschaftsverträglichen Sport sowie Ruhe und Entspannung in der Natur zu sichern. Damit leistet der Naturschutz angesichts der zunehmenden Probleme von Stress, Bewegungsmangel und Übergewicht in unserer Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und zur Gesundheitsprävention.

Imke Thieme (Bundesministerium für Gesundheit): „Jeder Mensch hat Anspruch auf eine Umwelt, die ein höchstmögliches Maß an Gesundheit und Wohlbefinden ermöglicht“. Dazu haben sich bereits 1989 die Gesundheits- und Umweltminister und -ministerinnen anlässlich der ersten WHO-Europakonferenz in Frankfurt bekannt.

Empirische Studien zeigen beispielsweise, dass sowohl die Betrachtung von Natur als auch der Aufenthalt im Grünen einen positiven Einfluss auf das physische, psychische und soziale Wohlbefinden haben sowie die kindliche Entwicklung fördern (vgl. Abraham et al. 2007).

Insbesondere für Kinder ist das Naturerleben für ihre physische, psychische und soziale Entwicklung von großer Bedeutung. Die Wirkung ist vielfältig und reicht über Spiel- und Bewegungsgestaltung, Verbesserung der Motorik, Stressreduktion, Konzentrationsverbesserung bis hin zu sozialen Kontakten

In jüngster Zeit wird auch die Wirkung von Natur auf ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-störung) untersucht. Die Verhaltensforscherinnen Andrea Faber Taylor und Frances Kuo von der Universität Illinois fanden aktuell heraus: Schon ein 20-minütiger Spaziergang durch den Park beruhigt Kinder mit der Aufmerksamkeitsstörung ADHS und verbessert ihre Konzentration. Ein Bummel durch die Häuserzeilen eines Wohngebietes hilft dagegen nicht. Die Studie gibt erste Hinweise, dass ADHS-Kinder, die sich regelmäßig im Grünen aufhalten, generell weniger stark ausgeprägte Symptome haben, als solche, die selten in die freie Natur kommen (Faber Taylor & Kuo 2008).

Quelle: https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/sportundtourismus/Dokumente/KonfDokNaturGesundheit_2010.pdf

Naturschutzfachliche Sicht auf Kleingärten2021-10-28T23:04:17+02:00

Quelle: https://hamburg.nabu.de/imperia/md/content/hamburg/geschaeftsstelle/stadtnatur/nabu_hamburg_position_kleing__rten.pdf

Aus naturschutzfachlicher Sicht sind besonders naturnahe Gärten, Gärten mit altem Baumbestand und Gärten, die eine spezielle räumliche Lage als klimatische Ausgleichsfläche im dicht besiedelten Raum sowie eine Bedeutung für das Biotopverbundsystem haben, wertvoll für die StadtNatur.

Für den Biotopverbund sind Kleingärten insofern von Bedeutung, da sie Grünachsen in der versiegelten und dicht bebauten Stadt darstellen können, die ökologisch wertvolle Biotope vernetzen und damit z.B. für Tiere erreichbar machen können. Ebenso können sie als Trittsteinbiotope dienen, die die von Tieren und Pflanzen zu überwindenden Distanzen verkürzen können.

Negative Beeinflussung des Kleinklimas durch versiegelte Böden2021-11-19T12:12:46+01:00

Auch das Kleinklima wird negativ beeinflusst: Versiegelte Böden können kein Wasser verdunsten, weshalb sie im Sommer nicht zur Kühlung der Luft beitragen.

Vor allem wird die natürliche Bodenfruchtbarkeit durch eine Versiegelung der Böden massiv beeinträchtigt. Wenn der Boden dauerhaft von Luft und Wasser abgeschlossen ist, geht die Bodenfauna zugrunde, welche wiederum wichtige Funktionen für den Erhalt und die Neubildung von fruchtbaren Böden erfüllt.

Schließlich ist Bodenversiegelung nur schwer und mit hohen Kosten wieder zu beseitigen. Im Anschluss an eine Entsiegelung bleibt die natürliche Struktur des Bodens gestört. Häufig bleiben Reste von Fremdstoffen (wie Beton- oder Asphaltbrocken, Kunststoffsplitter oder diverse Schadstoffe) im Boden zurück. Eine neue Bodenfauna bildet sich nur über längere Zeiträume, sodass auch die natürliche Bodenfruchtbarkeit verzögert und oft nicht in der vorherigen Qualität wieder herstellbar ist.

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/flaeche-boden-land-oekosysteme/boden/bodenversiegelung#okologische-auswirkungen

Nur 21 % der Wohnfläche ist günstig2021-11-18T11:51:13+01:00

Jede dritte neugebaute Wohnung in Hamburg soll eine Sozialwohnung sein. Vergleicht man aber die Quadratmeterzahlen der Neubauwohnungen, ergibt sich ein anderes Bild: Nur 21 Prozent der Wohnfläche sind günstig … Selbst wenn man die fertiggestellten günstigen Sozialwohnungen im 1. Förderweg (2108) in ein Verhältnis zur Gesamtzahl der fertiggestellten Wohnungen (7920) setzt, ergibt sich daraus nur ein Viertelmix … Die Stadtentwicklungsbehörde selber stellt ein anderes Rechenmodell auf: Sie klammert einfach die Zahl der Eigentumswohnungen (2338) aus der Gesamtzahl der fertiggestellten Wohnungen (7920) aus. Dadurch ergibt sich aus Sicht der Behörde ein deutlich besseres Bild: Die Zahl der fertiggestellten Sozialwohnungen liegt dann „in den letzten Jahren rechnerisch tatsächlich bei über 30 Prozent“, teilt die Behörde mit.

Quelle: https://www.hinzundkunzt.de/der-drittelmix-ist-eigentlich-ein-fuenftelmix/

Nutzung von ungenutzten Dachflächen2021-11-18T16:48:21+01:00

… Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei Nutzungsänderungen hin zur Wohnnutzung.

Es empfiehlt sich, geeignete ungenutzte Dachflächen von Nichtwohngebäuden der öffentlichen Hand zur Errichtung von Wohneigentum zur Verfügung zu stellen.

Quelle: https://www.tu-darmstadt.de/media/daa_responsives_design/01_die_universitaet_medien/aktuelles_6/pressemeldungen/2019_3/Tichelmann_Deutschlandstudie_2019.pdf

Potenzial durch Nachverdichtung2021-11-18T16:49:48+01:00

Die Wissenschaftler haben für die Studie Gebäude und Fehlflächen (Brachflächen, Fehlbebauungen, fehlgenutzte Flächen usw.) analysiert und eine „Deutschland-Inventur“ bei den Immobilien und versiegelten Grundstücken gemacht. Im Fokus standen dabei dabei Nicht-Wohngebäude: „Büro- und Geschäftshäuser, eingeschossige Discounter mit ihren Parkplätzen bieten ein enormes Potenzial für zusätzliche Wohnungen – durch Nachverdichtung wie Aufstocken, Umnutzung und Bebauung von Fehlflächen. Zusätzlich lässt sich eine Auswahl an öffentlichen Verwaltungsgebäuden für neuen bezahlbaren Wohnraum nutzen“, sagt Prof. Karsten Tichelmann von der TU Darmstadt.

Quelle: https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0276.php4

Recht auf Wohnungstausch – Österreich als Vorbild2021-11-18T13:23:59+01:00

Obwohl die Wohnungsnot immer größer wird, stehen Häuser leer, liegt Bauland brach, wird Wohnraum an Touristen vermietet. Neubau ist also nicht die einzige Lösung…

In Österreich ist das Recht auf Wohnungstausch im Gesetz verankert. Vermieter müssen einem Wohnungstausch zustimmen, wenn nicht gravierende Einwände wie z.B. Mietschulden eines Beteiligten dagegensprechen. Besonders einfach ist das in den Wiener Gemeindebauten – und das sind in der österreichischen Hauptstadt 220.000 Wohnungen. Das heißt, jeder vierte Bürger lebt in einer Wohnung des Gemeindebaus. Bei „Wiener Wohnen“ gibt es das Programm „65 Plus“. Denn die Miete von schon lange bestehenden Verträgen darf auch in Österreich auf das heutige Niveau angehoben werden. Damit die Senioren bei einem Umzug in eine kleinere Wohnung nicht draufzahlen müssen, wird ihnen im Rahmen des Programms ein Mietnachlass von 35 Prozent gewährt. Und bei der Hilfe nach einem Tauschpartner ist man den Mietern auch behilflich.

Quelle: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/dokthema/wohnen-wohnungsnot-zweckentfremdung-massnahmen-100.html

Schrebergärten sind die besten Flächen für Insekten2021-10-28T23:13:31+02:00

Quelle: https://aktion-hummelschutz.de/schrebergaerten-beste-flaechen-fuer-insekten-studie/

Ein trauriges Ergebnis war, dass städtische Parks und selbst städtische Naturschutzgebiete nicht so viele Insekten anlockten. In den Parks müssen Verwaltungen dringend andere Pflanzen setzen, um diese attraktiver zu gestalten. Auch sollte durch Experten untersucht werden, weshalb die Naturschutzgebiete nicht als Insektenrefugium dienen. Besonders viele Insekten wurden dabei von Schrebergärten angezogen. Obwohl auch in vielen Gärten oder auf Friedhöfen und Parks viele Pflanzen blühten, kamen in den Schrebergärten die für Insekten wesentlichen Nahrungsquellen zusammen: Eine Mischung aus blühendem Obst und Gemüse, Blumen und Unkrautecken mit blühenden Wildpflanzen.

Die Forscher empfehlen, die Flächen für Schrebergärten deutlich auszuweiten.

Sozialer Wohungsbau: was passiert, wenn das Haushaltseinkommen steigt?2021-11-18T12:06:45+01:00

Der soziale Wohnungsbau weist zwar den Vorteil auf, dass er eine direkte Wirkung auf das Wohnungsangebot hat. Dem stehen aber eine Reihe von Nachteilen gegenüber: So wird in den meisten Bundesländern die Berechtigung zum Bezug einer Sozialwohnung nur ein einziges Mal überprüft und auf die Erhebung einer Fehlbelegungsabgabe nach einem Anstieg des Haushaltseinkommens wegen des Verwaltungsaufwands verzichtet.

Quelle: https://www.ifo.de/DocDL/sd-2018-21-breyer-etal-sozialer-wohnungsbau-2018-11-08.pdf

Stadt gibt Kontrolle über Baugrund auf2021-11-18T17:02:10+01:00

Weiß auch die Stadt, mit wem sie es zu tun hat, wenn sie die Kontrolle über Baugrund aufgibt? Nicht immer, wie unsere Auswertung der kompletten Grundstücksverkäufe der letzten sieben Jahren ergab.

Quelle: https://correctiv.org/top-stories/2018/11/23/wem-gehoert-hamburg/

Städte leuchten teils 4.000 Mal heller als das natürliche Nachtlicht2021-11-19T12:14:48+01:00

Schätzungen zufolge leuchten unsere Städte teils 4.000 Mal heller als das natürliche Nachtlicht.

Die Dauerbeleuchtung bringt den an die verschiedenen Lichtphasen am Tag und in der Nacht angepassten Bio-Rhythmus durcheinander. Vor allem das kaltweiße LED-Licht irritiert ganze Öko-Systeme und macht auch uns Menschen krank. Der hohe Blaulicht-Anteil wirkt wie Tageslicht und hemmt dadurch die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Die Folge: Wir schlafen zu wenig und unsere Zellen erholen sich nicht genug. Auf Dauer drohen so Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen und ein erhöhtes Krebsrisiko.

Quelle: https://www.galileo.tv/natur/lichtverschmutzung-die-unterschaetzte-gefahr-und-was-dagegen-hilft/

Stress durch enge Besiedelung2021-11-19T12:14:26+01:00

PD Dr. Mazda Adli: „Enge Besiedelung, Lärm, soziale Ungleichheit, Hektik, Isolation – für Stadtbewohner ist dies Alltag, die Verarbeitung von Stress sollte kein Problem für sie sein, meint man. Aber weit gefehlt. Beim DGPPN-Kongress wurde deutlich: Gerade die Einwohner von Großstädten reagieren empfindlich auf sozialen Stress und zeigen veränderte, weniger funktionale Verarbeitungsmuster im Gehirn als Landbewohner“

PD Dr. Mazda Adli: „Sozialer Stress entsteht erst durch die gleichzeitige und anhaltende Einwirkung von sozialer Dichte und sozialer Isolation. Im Gespräch mit Medscape Deutschland nannte er ein Beispiel: „Wer in einem engen Sozialbau mit dünnen Wänden lebt, ständig die Fernsehprogramme der Nachbarn mithören muss, ohne diese aber persönlich zu kennen, der erlebt soziale Dichte und Isolation zugleich.“ Kann man diesem Zustand nicht entfliehen, wird der soziale Stress chronisch.“

„Trifft solcher Sozialstress nun einen Menschen, der dafür sensibel ist, etwa jemanden mit vulnerabler genetischer Disposition, kann es zu psychischen Erkrankungen kommen – ihre Prävalenz ist in Großstädten nicht von ungefähr erhöht.“

Quelle: https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4904415

Trend zur Zunahme der Flächen mit hohem Versiegelungsgrad setzt sich fort2021-11-04T12:49:30+01:00

Quelle: https://suche.transparenz.hamburg.de/dataset/bodenversiegelung-in-hamburg-2017-auswertung-sowie-vergleichende-bewertungen?forceWeb=true

Die Auswertung 2017 der Bodenversiegelung hat gezeigt, dass sich der Trend zur Abnahme der gering versiegelten Flächen und zur entsprechenden Zunahme der Flächen mit hohem Versiegelungsgrad weiter fortsetzt. Die versiegelte Gesamtfläche im Stadtgebiet beträgt aktuell 39 %.

Über die Bedeutung der sog. Freistellungsgebiete2021-11-18T12:11:51+01:00

Ende des Jahres laufen die so genannten Freistellungsgebiete aus. 150 zusätzliche Wohnungen jährlich für vordringlich Wohnungssuchende könnte der Senat sofort schaffen, weitere 350 nach Anpassung der Kooperationsverträge. Und das kostenlos, wenn er die Freistellung nicht verlängert. Genau das fordert das Bündnis für eine neue soziale Wohnungspolitik… In Freistellungsgebieten sind Wohnungsbaugesellschaften von der Pflicht befreit, ihre staatlich finanzierten Wohnungen auch tatsächlich an bedürftige Menschen zu vermieten. Dr. Tobias Behrens (STATTBAU HAMBURG): „Das vielfach von der Wohnungswirtschaft vorgetragene Argument, nur so könne eine „vernünftige Durchmischung“ gewährleistet werden und die Stadtteile vor dem Abrutschen in eine soziale Schieflage bewahrt werden, ist falsch, denn die mit der Wohnungswirtschaft abgeschlossenen Kooperationsverträge erlauben einen unternehmensinternen Belegungstausch.

Quelle:  https://www.diakonie-hamburg.de/de/presse/pressemitteilungen/Aufhebung-der-Freistellungsgebiete-jaehrlich-500-zusaetzliche-Wohnungen-fuer-Menschen-mit-Dringlichkeitsschein

Umzug in kleinere Wohnungen2021-11-18T16:51:47+01:00

Wenn ältere Menschen in Deutschland angemessene Angebote zum Umzug in kleinere Wohnungen bekommen, kann durch Aus-, An- oder Umbauten in freiwerdenden Häusern oder Wohnungen allein in Städten wie Hamburg oder Berlin rund eine Million Quadratmeter neuer Wohnraum entstehen“, sagt Michael Ries, Vorstand des Immobilienentwicklers Pantera.

Quelle: https://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/umfrage-zum-wohnen-im-alter-die-stille-wohnraum-reserve-der-senioren/25894146.html

Veräußerter Grund ist auf ewig jeder Planung entzogen2021-11-18T17:01:04+01:00

Auch sollten die Städte darauf verzichten, Grund zu verkaufen. Denn veräußerter Grund ist auf ewig weg und jeder Planung entzogen, die auf neue Entwicklungen zu reagieren versucht. Sinnvoll wäre es etwa, den Grund mittels einer Erbpacht von einer 90jährigen Laufzeit zu vergeben. D.h. die Städte verkaufen nur noch zeitlich begrenzte Nutzungsrechte, bekommen aber nach Ablauf den Boden zurück.

Quelle: https://www.br.de/kultur/gesellschaft/wir-muessen-aufhoren-immer-mehr-zu-bauen-100.html

Wohnfläche pro Einwohner2021-11-18T17:09:08+01:00

Im Jahr 2020 betrug die Wohnfläche pro Einwohner in Hamburg rund 40,2 Quadratmeter.

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/254754/umfrage/wohnflaeche-je-einwohner-in-hamburg/

Wohnraumförderung fördert ausschließlich Neubau2021-11-18T12:07:29+01:00

Die preisgebundene Wohnraumförderung fördert ausschließlich Neubau, sodass stetig mehr Wohnungen aus der Sozialbindung fallen, als Neue gebaut werden. Städtische Grundstücke werden zur Erzielung der statistischen Kennwerte und zur kurzfristigen Aufbesserung des Haushalts an Investoren verkauft, dabei könnte eine Vergabe in Erbpacht an gemeinwohlorientierte Genossenschaften die dramatische Situation am Wohnungsmarkt erheblich entspannen.

Quelle: https://www.architects4future.de/news/gemeinsam-fur-einen-nachhaltigen-wandel-in-der-hamburger-stadtentwicklungs-und-wohnungsbaupolitik

Wohnungsbau ohne Inanspruchnahme von Grünflächen2021-11-18T16:54:29+01:00

Der BUND sieht die Möglichkeiten für zusätzlichen Wohnungsbau ohne Inanspruchnahme von Grünflächen noch nicht ausgereizt. So stecken der Wohnungsbau an Hauptstraßen (Magistralen) und die Aufstockung bestehender Gebäude noch in den Kinderschuhen.

Quelle: https://www.bund-hamburg.de/service/presse/detail/news/bund-stadtentwicklung-muss-neue-wege-gehen/

Zweitwohnungen in Hamburg statistisch nicht erfasst2021-11-18T17:07:33+01:00

Die Anzahl der in Hamburg steuerlich gemeldeten Zweitwohnungen wird statistisch nicht erfasst. In der Steuerverwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) werden 11.879 Zweitwohnungssteuerkonten (Stand 16. Juni 2014) geführt. Allerdings ist die Anzahl der tatsächlichen Zweitwohnungen niedriger als die der Zweitwohnungssteuerkonten, (weil zum Beispiel für Eheleute, die eine Eigentumswohnung anteilig erwerben und diese als Zweitwohnung nutzen, zwei Steuerkonten geführt werden).

Quelle: https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/45585/zweitwohnungssteuer-in-hamburg.pdf

Zweitwohnungssteuer in Hamburg2021-11-18T17:06:28+01:00

In Berlin beträgt die Zweitwohnungssteuer gemäß deren Satzung ab 1.1.2019 sogar 15% der Jahresnettokaltmiete…. In Hamburg herrscht eine geringere Zweitwohnungssteuer von aktuell 8% der Jahresnettokaltmiete.

Quelle: https://www.juraforum.de/lexikon/zweitwohnungsteuer